Oxidation von Kohlenstoff ist die charakteristische Größe beim Frischen von Stahlschmelzen. Durch Blasen mit Sauerstoff wird die Schmelze entkohlt. Der Abbrand gibt (in %) an, wieviel Kohlenstoff aus der Schmelze entfernt wurde. Reaktionsorte für Kohlenstoffabbrand befinden sich direkt unter dem Sauerstoffstrahl, an der feuerfesten Zustellung des Konverters, an der Grenzfläche Metall/CO-Blasen und in den Schlacke-Metall-Emulsionen. Abbrandkurven geben für jedes Frischverfahren die für die Entkohlung notwendige Zeit an.
Verhältnis (in %) vom verwertbaren zum eingesetzten Material, z.B. das Ausbringen eines Schmelzofens insgesamt oder eines zugegebenen Legierungselementes oder einer Walzstraße (vom Einsatzgewicht).
Gamma-Mischkristall nennt man die kubischflächenzentrierten (kfz) Mischkristalle, die sich oberhalb der G-S-E Linie im Eisen-Kohlenstoff-Diagramm ausscheiden. Austenit ist unter Normalbedingungen nur oberhalb 911°C beständig; durch Legierungzusätze (Ni, Mn) und Abschrecken auch bei Raumtemperatur beständig (Austenitische Stähle). Das Austenitgefüge ist unmagnetisch, zäh und durch Kaltverfestigung härtbar (Mangan-, Nickel-, Chrom-Nickel-Stähle). Es besitzt hohe Warmfestigkeit, gute Korrosions- und Zunderbeständigkeit.
Insbesondere ist Autarkie ein Gebot der Stunde für die Rohstoffbeschaffungspolitik der Stahlkonzerne. Bei aller bestehenden Planungsunsicherheit sind kurzfristige Eindeckungen auf den Spotmärkten auch nicht wirklich eine nachhaltige Lösung für das Problem, im Gegenteil. Lesen Sie mehr >>Roland Mauss