14 Sep 07
Die dunklen Wolken, welche seit Ende Mai über dem Markt für Edelstahl rostfrei hingen, beginnen sich langsam aufzulösen. Das heißt noch lange nicht, dass die Sonne schon wieder scheint, aber das allgemeine Sentiment verbessert sich stetig und die Medien kennen mittlerweile auch schon wieder die ein oder andere positive Nachricht. Die bis anhin von manchen Edelstahlproduzenten für die zur Produktion erforderlichen Rohstoffe gebotenen Abwehrpreise sind inzwischen nicht mehr durchgängige Praxis, vielmehr versuchen die Hersteller bereits, in den Verhandlungen für sie möglichst günstige Preise über einen längeren Zeitraum festzuschreiben. Dieses Verhalten spricht sehr stark für eine bevorstehende Erholung.
Nickel handelt in diesem Kontext an der London Metal Exchange (LME) weiterhin zwischen USD 25.000,00/mt und USD 30.000,00/mt für den 3-Monats-Future, wobei kurzzeitig auch Notierungen über USD 30.000,00/mt zu sehen waren. Bei USD 25.000,00/mt hat sich ein scheinbar ein recht robuster Boden ausgebildet, da alle Versuche, das Kursband nach unten zu durchbrechen, bisher gescheitert sind.
Red Kite Metals, der größte Hedgefund weltweit, welcher sich auf Metalle fokussiert hat, hat nach Informationen des Nachrichtendienstes Bloomberg im August über 20 Prozent an Wert verloren. Damit summiert sich der Verlust seit Jahresbeginn auf 29 Prozent. Red Kite war bereits im Januar einmal in den Schlagzeilen, nachdem Spekulationen aufkamen, Anleger könnten dem Fund durch Rückgabe ihrer Anteile Geld entziehen und damit eine Liquiditätskrise auslösen. In diesem Zusammenhang war dann die Kündigungsfrist für Fondanteile von 15 auf 45 Tage verlängert worden, wohl um dem Fondmanagement einen größeren Handlungsspielraum bei wesentlichen Kapitalabflüssen zu geben. Verwaltet wird der Fond aus London und New York heraus, wobei in London Michael Farmer (62), ein langjähriger Metallhändler, der 1999 noch für eine Tochter der Metallgesellschaft AG tätig war, die Geschicke lenkt.
Auch der von Goldman Sachs verwaltete Hedge-Fund Global Alpha hat im August mit einem Minus von 22,5% den höchsten Monatsverlust seit seiner Auflegung hinnehmen müssen. Seit seinem Hoch im März 2006 hat der Fund gar 44% an Wert eingebüsst. Hier haben Wetten gegen den Yen sowie Aktieninvestments zu der negativen Performance geführt. Investoren in diesen Hedge Fund teilten indes mit, dass Sie insgesamt ein Fünftel des per Ende Juli verwalteten Kapitals abziehen wollen. Dies entspricht einem Betrag von USD 1,6 Mrd.