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16 Oct 07

Legierungszuschlag ade!

In Zuge einer weiteren Verbesserung der fundamentalen Situation auf den Edelstahlmärkten – insbesondere gibt es deutlich positive Anzeichen aus Asien – hat sich das Handelsband der 3-Monats-Nickelnotierung von USD 25.000,00/ 30.000,00/mt auf USD 30.000,00/35.000,00/mt nach oben verschoben. Der fortschreitende Aufbau der LME-Nickellagerbestände ist bei einem Wert von knapp 35.600 mt zu einem Stillstand gekommen. Seit einigen Tagen gibt es kontinuierliche Abflüsse, diese wiederum in Asien.

Die Marke von USD 30.000,00/mt hat sich nach einigen Tests bislang als sehr robuste Unterstützung gezeigt. Auf der anderen Seite konnte die Kursschwelle von USD 35.000,00/mt auch noch nicht wieder überschritten werden, so dass für die nächste Zeit eine Konsolidierung in diesem Kursband mit vielleicht einer leichten Tendenz zur Obergrenze zu erwarten steht.

Warum die Erholung in Asien ihren Anfang nimmt, ist vor allem auf die schnellen Preisreduzierungen der asiatischen Edelstahlproduzenten zurückzuführen, die heute sogar teilweise ihre Preise schon wieder erhöhen. Damit konnte die Nachfrage nach dem dramatischen Nickelkurseinbruch schneller wieder angekurbelt werden, als in Europa, welches weithin in dem starren System der Legierungszuschläge gefangen ist. Offensichtlich zeigt aber das Desaster in den Auftragsbüchern der Edelstahlhersteller nach dem rasanten Nickelpreisverfall erste Wirkungen. Nicht nur das die Diskussion um das insbesondere in Europa vorherrschende System der Legierungszuschläge in Gang gekommen ist, sondern es wurden auch erste Änderungen an diesem von weiten Kreisen als zu statisch beurteilten System vorgenommen.

Mit einer Pressemeldung vom 1. Oktober 2007 informiert die Edelstahlsparte von Thyssen Krupp, die Thyssen Krupp Stainless AG, das die operativen Gesellschaften mit sofortiger Wirkung die Berechnungssystematik der Legierungszuschläge ändern. Weiter heißt es, dass die starken Ausschläge der Preise, insbesondere für Nickel als eines der wichtigsten Legierungsmittel für Rostfreie Edelstähle gezeigt hätten, dass es erforderlich sei, die Entwicklung der Legierungszuschläge zeitnäher an die Rohstoff-Preisentwicklung zu koppeln. Den Kunden soll damit eine realistische und an der aktuellen Entwicklung der Rohstoffmärkte orientierte Basis für ihre Einkaufspolitik ermöglicht werden und dadurch die Planung marktnäher machen.

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