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14 Nov 07

Asien macht die Kunden froh

In den letzten Wochen haben die Edelstahlhersteller AK Steel, ThyssenKrupp Mexinox und Yieh United Stainless Corporation (YUSCO) Preiserhöhungen angekündigt. Dies deutet darauf hin, dass sich die Situation auf den Edelstahlmärkten weiter entspannt und sowohl Nachfrage als auch Produktion wieder anziehen. Diese Erwartung spiegelt sich auch in der Entwicklung der LME-Nickelnotierungen wider, die sich für den 3-Monats-Bereich momentan in einer Bandbreite von USD 32.500,00/mt bis USD 34.000,00/mt bewegen. Vor dem Hintergrund einer bereits nicht unerheblichen Erholung von den Tiefstständen um USD 25.000,00/mt im August dieses Jahres sowie aufgrund kontinuierlicher Bestandszunahmen in den LME-Lagerhäusern auf derzeit über 41.000 mt, was für eine allgemein ausreichende Versorgungslage spricht, wird kurzfristig mit einer Konsolidierung der Notierungen auf dem jetzigen Niveau gerechnet. Ob es eine Jahresendrally an der London Metal Exchange (LME) geben wird, die in der Regel keinen fundamentalen Hintergrund hätte, ist augenblicklich noch nicht auszumachen.

EUROFER, die Lobbyvereinigung der europäischen Stahlhersteller hat bei der EU-Kommission unlängst zwei formale Antidumping-Beschwerden gegen Taiwan, Südkorea und China eingereicht, wegen vermeintlichem Preisdumping bei Edelstahlexporten. Wenn man allerdings etwas aufmerksamer in den Wald hineinlauscht, gibt es auch abweichende Auffassungen, die durchaus nachvollziehbar erscheinen. So wird beispielsweise alternativ zu der Auffassung der EUROFER argumentiert – und es ist hier nicht von einer Verteidigungsstrategie der betroffenen Länder Taiwan, Südkorea und China die Rede, sondern von einer Meinung europäischer Stahlmarktteilnehmer – , dass es die europäischen Edelstahlhersteller geradezu ihrem eigenen Tun und Handeln zu verdanken hätten, dass es zu den durch EUROFER gerügten Importen nach Europa gekommen ist.

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