22 Apr 08
Wenn man einmal ArcelorMittal als Beispiel heranzieht, wird man feststellen, dass nach Angaben der Unternehmensleitung bis heute ein Eigenversorgungsgrad hinsichtlich des Eisenerzverbrauchs von immerhin 45% erreicht wurde. Bis 2012 ist es feste Zielsetzung, diese Unabhängigkeit von dem durch die großen Minengesellschaften dominierten Weltmarkt auf 65-70% auszubauen. Dass es sich dabei nicht nur um Worthülsen zur Beruhigung von Aktionären handelt, zeigen die regelmässigen Meldungen von Akquisitionen im Rohstoffbereich durch ArcelorMittal. Warum diese Politik überdies sinnvoll ist, lässt sich anhand der vorstehenden Zusammenhänge leicht verstehen. Manch anderer Stahlkonzern sollte, auf einer Hauptversammlung nach dem Grad seines Eigenversorgungsgrad bei den Rohstoffen befragt, arg ins Schwitzen kommen. Prozentsätze im höheren einstelligen Prozentbereich stellen, wenn überhaupt, hier häufig schon eine positive Ausnahme dar.