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12 Jun 09

Markt liest den Zweiflern die Leviten

Auch wenn in den Medien erfreulicherweise mehr und mehr positive Meldungen zur Wirtschaftskrise zu lesen sind, kann nur davor gewarnt werden, davon auszugehen, die Krise sei nun gesamtwirtschaftlich vorüber und ab 2010 liefe alles dann wieder wie zuvor. Die Tatsache, dass in USA nun im Monat „nur“ noch 300.000 Menschen den Job verlieren, gegenüber dem vorhergehenden Halbjahr, wo Monat für Monat jeweils 600.000 Beschäftigte arbeitslos wurden, ist an sich noch keine gute Meldung, auch wenn diese eine Bodenbildung beschreiben könnte.

Dennoch überschlagen sich insbesondere die Aktienmärkte in einer Euphorie und honorieren derartige Meldungen, dass es einem nur Angst und Bange werden kann. Denn, auch diese zuvor 600.000 und heute noch 300.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, werden sich, neben den nicht zu vernachlässigenden, persönlichen Schicksalen, auch in den Bilanzen der Banken und Unternehmen widerspiegeln. Nämlich bei entsprechender Konsumzurückhaltung oder –verzicht in den Umsätzen und bei Problemen bei der Bedienung von Krediten und Darlehen als entsprechende Wertberichtigungen der Engagements. 

File: Lesen Markt liest den Zweiflern die Leviten (PDF)

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