12 Jun 09
Trotzdem steigen die Aktienkurse und der Dollar, als Währung einer der am meisten betroffenen Wirtschaftsregionen, erholt sich gegenüber dem Euro und anderen Währungen. Nicht umsonst warnt der internationale Luftfahrtverband IATA vor einem gewaltigen Minus der Branche für das Geschäftsjahr 2009. Fälle wie Woolworth und Arcandor im Warenhaussektor, gibt es leider auch im Luftverkehr, mit vermutlich vergleichbarem Ausgang. Im übrigen wurden die Probleme dieser Unternehmen nicht erst durch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise begründet. Aber das Gewähren und Versagen von staatlicher Unterstützung für solche Unternehmen scheint – trotz klarer Kriterien – jetzt schon als politischer und gesellschaftlicher Zankapfel prädestiniert.
Aufgrund mitunter recht willkürlicher Argumentation auf Politikerseite vor den bestehenden Parlamentswahlen im September 2009 in Deutschland ist dieser Eindruck der Bevölkerung auch durchaus nachvollziehbar. Die Krise hat das ökonomische Verständnis der beruflichen Stimmenmaximierer = Politiker offensichtlich noch nicht hinreichend geschärft. Die wenigen seriösen und vernünftigen Stimmen, die bei den diversen Hilfeersuchen auch die Interessen der Steuerzahler im Blick behalten, bekommen unverzüglich Gegenwind, nicht nur von der Opposition, sondern sogar aus den eigenen Parteien. Offensichtlich will man die Realitäten nicht zur Kenntnis nehmen.