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12 Jun 09

Markt liest den Zweiflern die Leviten

So werden neben der Automobilindustrie derzeit insbesondere auch Stahl und Maschinenbau intensiv durch die Finanzwelt beobachtet. Was auf der einen Seite, bis zu einem gewissen Grad richtig und sinnvoll ist, kommt eigentlich zu spät, denn Probleme, die jetzt schon bestehen, sind kaum noch zu beheben und werden so oder so ihre Folgen haben, auf der anderen Seite, wird durch das hohe Misstrauen, mitunter auch die einsetzende Erholung gehemmt. Würde man sich heute hingegen ebenso intensiv mit den Branchen auseinandersetzen und beschäftigen, die heute noch nicht in den Schlagzeilen stehen, würde man die Lawine, die hier noch auf die Finanzwelt zurollt, möglicherweise in dem ein oder anderen Fall noch rechtzeitig stoppen können. Aber dies ist offensichtlich systematisch nicht gewollt, da nur auf entsprechend klare Signale und damit zu spät reagiert wird. Dies gilt im übrigen auch für die positiven Signale.

Ein gutes Beispiel in diesem Zusammenhang ist die interationale Minenindustrie. Hatte diese noch bis weit in 2008 mit einer nie gesehenen Merger-Mania vielerorten die Kassen von Verkäufern, (Investment-)Banken, M&A-Beratern und Rechtsanwälten gefüllt, kam danach der jähe Absturz. Downgradings bei den Ratingagenturen, Entschuldungsauflagen von den Banken und gewaltiger Wertberichtigungsbedarf bei den Unternehmen für die erworbenen Beteiligungen sowie bei den Banken für die entsprechenden Übernahmefinanzierungen waren die Folge. Wäre man nur geringfügig antizyklischer an diese Themen herangegangen, hätte man diese großen Probleme heute nicht.

File: Lesen Markt liest den Zweiflern die Leviten (PDF)

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