17 Nov 09
Dennoch gibt es aber bereits auch eine Reihe von Anzeichen, die für das erste Quartal 2010 eine deutliche Befestigung von Produktion und Preisen erwarten lassen. Zum einen ist die Schrottverfügbarkeit auf dem aktuellen Preisniveau noch geringer, als dem ohnehin schwachen gesamtwirtschaftlichen Umfeld mit niedrigem Neuschrottaufkommen geschuldet, so dass größere Änderungen in der Angebots-Nachfrage-Struktur unmittelbar ein Ventil finden müssen.
Darüber hinaus lässt auch der Baltic Dry-Frachtindex (BDI) als Indikator der weltweiten Bulkfrachttätigkeit einiges für das neue Jahr erwarten. Der Indikator handelt mit über 4.200 Punkten wieder auf dem Niveau von Mitte Mai 2009, als die Frachten für die Rohstofflieferungen zur Stahlproduktion für das dritte Quartal eingedeckt wurden. In der Zwischenzeit war der Indikator als Folge einer temporären Dämpfung der Handelstätigkeit und einem Rückgang der Produktionsmengen auf bis knapp unter 2.200 Punkte zurückgegangen. Historisch gesehen besteht ein hoher statistischer Zusammenhang zwischen dem BDI und der Entwicklung der Eisenerzpreise; die Eisenerzpreise wiederum korrelieren phasenweise stark mit den Industriemetallpreisen.