News item

04 Jan 10

,,Ich mache mir meinen eigenen Stichtagskurs"

Daher müssen die Stahlproduzenten sehr konkretisierte Antworten finden, wie man sich in der Rohstoffbeschaffung aufstellen möchte. Mitunter noch relativ zart geforderte Maßnahmen zur Rohstoffsicherung beziehungsweise zur Ergreifung protektionistischer Maßnahmen, um das Kind einmal bei seinem hässlichen Namen zu nennen, bringen hier gar nichts. Dies zeigt das Beispiel der mehr und mehr bedeutungslosen originären, amerikanischen Stahlindustrie, welche mittels der US-Regierung über längere Zeit versucht hatte per regulatorischen und protektionistischen Eingriffen, die strategischen Fehler und damit mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Industrie zu kompensieren. Vollkommen vergeblich, wie man heute weiß und an den vielen nicht mehr lebenden Beispielen besichtigen kann. Eine Vorwärtsstrategie hätte hier in jedem Fall optimalere Ergebnisse erzielt.

Nun werden die Auguren hinsichtlich der weiteren Nickelpreisentwicklung auch auf die historisch hohen Nickelbestände an der LME verweisen. Die LME stocks bei Nickel betrugen zum Jahresende 158.010 Tonnen. Wer jedoch dieser Zahl aber derzeit auch nur ein Fünkchen Prognosegehalt zuschreibt, dem ist auch ansonsten nicht mehr viel zuzutrauen. Denn bei genauerer Betrachtung und unter Einsicht des öffentlichen Reportings (Website der LME: www.lme.com) über die Verteilung der Lagerscheine (Warrants) fällt auf, dass gemäß der letzten Veröffentlichung vom 29. Dezember 2009 zwischen 50% und maximal 80% aller (in Worten: „aller!“) Warrants sich in der Hand eines (in Worten: „eines!“) Inhabers befinden. Dass heißt, dass sich berechnet in Tonnen zwischen 78.633 mt und 125.813 mt aller sogenannten „live warrants“ von 157.266 mt bei einem Marktteilnehmer befinden.

File: Lesen ,,Ich mache mir meinen eigenen Stichtagskurs" (PDF)

Seite: zurück 1 2 3 4 5 6 7 vorwärts

Newsletter abonnieren

Newsletter abbestellen >>

Newsletter abbestellen