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25 Feb 10

Auch Banken sind Kunden

Nach einer vorübergehenden Korrektur, die die Kurse Anfang Februar auf ein relatives Tief von nur noch knapp über USD 17.000,00/mt führte, hat sich der Nickelkurs an der London Metal Exchange (LME) seit dem 9. Februar 2010 stetig befestigt. Bislang wurden Notierungen von über USD 20.500,00/mt erreicht. Damit sollte aber noch nicht das Ende der Entwicklung erreicht sein, denn seit einigen Tagen sind zum ersten Mal seit langem tägliche, signifikante Abgänge aus den Nickelbeständen der LME zu verzeichnen.

Damit tritt das ein, was hier seit langem prognostiziert wurde. Die einsetzende Erholung auf Seiten der Edelstahlproduktion trifft auf ein nur sehr langsam auszuweitendes Rohstoffangebot. Insbesondere beim Sekundärrohstoff Edelstahlschrott sind aufgrund des nach wie vor geringen Neuschrottaufkommens sowie einer reduzierten Industrieanlagenabbruchaktivität deutliche Engpässe festzustellen. Bei einem durchschnittlichen Anteil der Schrotte von über 50% am Rohstoffinput der Edelstahlwerke bleibt daher ein Einfluss auf die Angebots-/Nachfragesituation im Markt der Rohstoffe für die Edelstahlindustrie nicht aus. Das bestehende Marktungleichgewicht wird sich mittelfristig nur über den Preis beseitigen lassen. Damit müssen sich auf Sicht nicht nur die Produzenten von Edelstahl auf weiter steigende Rohstoffpreise einstellen, auch für die Verbraucher sollte die Phase günstiger Einkaufspreise bald vorüber sein. In diesem Zusammenhang weist eine aktuelle Studie der Ratingagentur Moody’s zurecht darauf hin, dass stark steigende Rohstoffpreise die Stahlproduzenten unangenehm treffen könnten. Manche Industrievertreter rechnen beim Eisenerzpreis beispielsweise mit Erhöhungen von bis zu 40% für 2010. Dies würde die Margen der Stahlhersteller deutlich schmälern, es sei denn, sie wären in der Lage, die Preissteigerungen an die Abnehmer weiterzugeben.

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