25 Feb 10
Daher würde man sich zukünftig auch stärkere Impulse und Aktivitäten aus den Wirtschaftsministerien wünschen. Im März findet zudem ein erster Fachkongress unter dem Titel „Urban Mining“ statt. Selbst wenn es sich bei dem Kongress noch um eine relativ kleine Veranstaltung handelt, wird das Interesse vor dem Hintergrund der zu erwartenden Entwicklungen sicher groß sein. Auch darf man den weiteren Fortgang der Diskussion mit Spannung erwarten.
Wie geplant ist am 22. Februar 2010 der Handel eines Kobalt- und eines Molybdänfutures an der LME aufgenommen worden. Erwartungsgemäß war die Handelsaktivität in den ersten Tagen sehr gering, müssen die Markt-teilnehmer doch erst einmal Vertrauen in den Markt finden und Erfahrungen hinsichtlich der Funktionsweise sammeln. Wesentliche Referenz der Molybdänpreise war bislang die Veröffentlichung in Platt’s Metals Week mit wöchentlichen Preisreferenzen für das nun auch an der LME gehandelte Molybdänoxid. Nach einer anfänglich erheblichen Diskrepanz zwischen den in Metal Bulletin und Platt’s Metals Week genannten Spotnotierungen und den Notierungen für den Molybdänkontrakt an der LME hat sich dieser Unterschied in den folgenden Handelstagen deutlich verringert. Insgesamt war in den letzten Wochen vor Börseneinführung ein deutlich stärkeres Interesse an dem Metall zu verzeichnen. Aktuell handelt Molybdän an der LME bei Mittelkursen um USD 39.000,00/mt. Es ist davon auszugehen, dass sich mit zunehmender Etablierung und Liquidität des Börsenmarktes vertragliche Preisvereinbarungen zunehmend an den LME-Notierungen ausrichten werden. Für eine Einschätzung wie schnell dieser Prozess vonstatten geht, ist es aber augenblicklich noch zu früh. Seitens der an der LME akkreditierten Brokerhäuser gibt es ein gemischtes Echo. Während einige LME-Händler die Entwicklung zunächst noch aus der Distanz verfolgen, besteht bei vielen anderen bereits die Möglichkeit Molybdänkontrakte abzuschließen.