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25 Aug 10

Den Letzten beißen die Hunde

Wie schwer aktuell die weitere Entwicklung des Nickelmarktes zu beurteilen ist, zeigt folgendes Beispiel: Am 18. August 2010 wurden durch den Nachrichtendienst Bloomberg parallel zwei Meldungen aus dem Research von führenden Rohstoffbanken veröffentlicht. Die eine trug frei übersetzt den Titel: „Nickel kann im 4. Quartal um 14% steigen, da gegenwärtig der Verbrauch ansteigt“ (Société Générale), die andere hatte die Überschrift „Nickel kann aufgrund schwacher Nachfrage für Edelstahl [bis zum Jahresende] um 23% fallen“ (UBS).

Soll man sich nun eine Meldung aussuchen? Die, die einem am besten gefällt oder die, deren Analyst die mutmaßlich größte Erfahrung hat? Wenn es ausschließlich um die Expertise ginge, müsste man sich eigentlich auf die Vorhersage der Société Générale verlassen können, denn deren leitender Basismetallanalyst ist der ehemalige Chefvolkswirt von Norilsk Nickel, dem größten Nickelproduzenten der Welt. Hinter der Meldung von UBS steht ein gewisser Tom Price, der als Geologe zunächst für viele Jahre in der Minenindustrie in Australien gearbeitet hat, wobei sich der Schwerpunkt seiner Erfahrungen, dem Vernehmen nach, auf Eisenerz und Kohle konzentriert. Price war vor seinem Wechsel zu UBS bei Merrill Lynch, Citigroup und AME Mineral Economics als Analyst tätig.

 

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